Bundesprogramm Demokratie leben!

Auf einen Blick:
Programmlaufzeit: 2025-2032

Seit vielen Jahren fördert das Bundesfamilienministerium mit dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" die Demokratie- und Präventionsarbeit in Deutschland auf allen Ebenen des Staates und damit zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Menschen, die sich für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander einsetzen. Es trägt damit zur Stärkung der Demokratie und zu einem friedlichen, respektvollen Umgang bei, fördert Teilhabe und ermöglicht die Arbeit gegen jede Form von Demokratiefeindlichkeit.

"Demokratie leben!" ist bereits seit 2015 als lernendes Bundesprogramm konzipiert. Es reagiert auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Für die 3. Förderperiode (2025 bis 2032) hat das Bundesfamilienministerium das Bundesprogramm angepasst und dabei die Ziele und Strukturen neu justiert und stärker fokussiert – vor allem mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und auf Grundlage der gewonnenen Erfahrungen aus der 1. Förderperiode (2015 bis 2019) und 2. Förderperiode (2020 bis 2024). 

Der bisherige Dreiklang der Programmziele bleibt erhalten: "Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen". Durch die Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen schafft das Programm geeignete Rahmenbedingungen und treibt gleichzeitig unter anderem die Weiterentwicklung der pädagogischen Fachpraxis, der Beratung und des demokratischen Engagements voran.

Das Bundesprogramm ist in seiner 3. Förderperiode (2025 bis 2032) Teil der Strategie "Gemeinsam für Demokratie und gegen Extremismus – Strategie der Bundesregierung für eine starke, wehrhafte Demokratie und eine offene und vielfältige Gesellschaft". Damit ist "Demokratie leben!" ein zentrales Element der Arbeit der Bundesregierung.

Ziel des Bundesprogramms ist es, zur Stärkung der Demokratie und eines friedlichen, respektvollen Zusammenlebens beizutragen, Teilhabe zu fördern und die Arbeit gegen jede Form von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Demokratiefeindlichkeit zu ermöglichen. Dazu wird auch weiterhin zivilgesellschaftliches Engagement auf allen Ebenen des Staates in den drei Handlungsfeldern "Demokratieförderung", "Vielfaltgestaltung" und "Extremismusprävention" gefördert. 

Das Bundesprogramm unterteilt sich in fünf Programmbereiche: Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur, Landes-Demokratiezentren, Partnerschaften für Demokratie, Innovationsprojekte und Extremismusprävention in Strafvollzug und Bewährungshilfe, hinzu kommen Sondervorhaben. Die Projektförderung setzt verstärkt auf Vernetzung, Wissensaustausch und bundesweite Qualitätsentwicklung. In der Regel wird eine längerfristige Gesamtförderdauer von bis zu acht Jahren ermöglicht. 

Programmbereiche "Demokratie leben!"

  • Um Vernetzung, Wissensaustausch und bundesweite Qualitätsentwicklung zu stärken, wird für verschiedene Themen die Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur gefördert.
  • Demokratie entscheidet sich vor Ort, darum werden Kommunen mit der Förderung von Partnerschaften für Demokratie sowie Bundesländer mit der Unterstützung von Landes-Demokratiezentren zielgerichtet bei ihrem Engagement für eine demokratische, freie und friedliche Gesellschaft gestärkt und unterstützt.
  • Demokratieförderung gehört aber auch in den digitalen Raum. Als eigener Bereich werden unter anderem die Anwendung digitaler Methoden und – angesichts der Zunahme von Hass und Desinformationen im Netz – Medien- und Debattenkompetenz für den politischen Diskurs unterstützt.
  • Durch Innovationsprojekte gibt es Unterstützung für die Entwicklung neuer, kreativer Ideen und Lösungsansätze, die aktuelle Fragen und Herausforderungen in der Demokratie, Vielfaltgestaltung und gegen jede Form von Extremismus bearbeiten. 

Administrativ setzt die Regiestelle "Demokratie leben!" des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) das Bundesprogramm um.

Quelle: www.demokratie-leben.de